Probehalbjahr geschafft!

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Wir haben das Probehalbjahr geschafft!! Für uns Hebammenschülerinnen wieder ein Grund ein gemeinsames Frühstück zu organisieren und dies zu zelebrieren. Schließlich bekam sogar jeder von uns eine Blume und ein kleines Zeugnis. Anschließend ging es in den wohlverdienten Urlaub.

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Ich laufe durch die Straßen, mache Besorgungen, die ich immer aufgeschoben habe. Lächle jeden an, der mir über den Weg läuft. Spreche mit mehr Menschen als sonst und überlege zu Hause was ich machen soll. Soll ich jetzt den angefangenen Schal weiter stricken? Soll ich die Badwand streichen? Immerhin habe ich so eben Farbe gekauft. Soll ich den Apfelkuchen backen, der eigentlich für die Klasse vorgesehen war, ich es zeitlich nur nicht mehr geschafft habe? Soll ich die viele Fotos sortieren und bearbeiten?

Wann hatte ich das zuletzt? Gefühlt schon ewig her. Nur aus Dinge wählen, die einem wirklich Spaß machen. Okay, ich muss sagen dafür blende ich auch einige unschöne Dinge meiner To-do Liste aus.

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Ich schlafe bis mittags und während ich diesen Post schreibe bin ich immer noch im Schlafanzug.

Aber ich habe es mir verdient.
Probehalbjahr geschafft. Urlaub. Alle Klausuren zufriedenstellend geschrieben.

Ich hab frei.

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Our Vietnam – Hội An

driving to Hoi An Green beauty Hoi An

 

Hoi An. Wir schlafen bei einem Schweizer Couchsurfer. Er zeigt uns wo wir einen Roller ausleihen können und es ist das Beste was wir machen können. Es ist unglaublich warm in dieser Gegend von Vietnam. Der Fahrtwind tut gut und wir fahren ans Meer. Wir finden die Stelle nicht, wo wir hin sollen. Aber das macht nichts, denn so haben wir den Strand ganz für uns allein. Da wir so spontan gefahren sind, haben wir keine Badesachen mit. Deswegen müssen wir in Unterhose ins Meer springen.

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Hoi An. Die Stadt zum shoppen. Ein Kleidergeschäft am anderen. Hunderte von Schuhläden. Schuhe in allen Farben und Formen stehen im Spiegelregal, die Verkäuferinnen wollen dich nicht gehen lassen. Sie wollen dir gerne etwas Maßschneidern, auch die Schuhe. wir können auswählen zwischen der Farbe und des Materials. Wir können uns das kaum vorstellen und sind von der Masse überwältigt. Leider nicht lange, denn nach Hoi An sind unsere Geldbeutel eindeutig kleiner.

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Hoi An. Eine Frau schreit über den Markt und handelt. Am Meer sitzt ein Mann, ganz ruhig und flickt sein Netz. Eine junge Familie läuft über die noch nicht geschälten Reiskörner und strahlt uns an. Das ist Leben. Das sind die Momente, die man zu schnell vergisst.

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Hoi An. Wir sitzen auf einem kleinen Balkon und können auf das Wasser starren. Es gibt den leckersten kalten Kaffee, den wir finden können. Laura lacht. Ich freue mich hier zu sein mit ihr. Ich kann mir in dem Moment keine bessere Reisepartnerin vorstellen.

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Hoi An. Es ist ruhig geworden auf den Straßen. Die Sonne längst unter gegangen, tänzeln wir lachend durch die Straße. An einer Ecke sehen wir im Licht der Straßenlaterne eine dicke Ratte. Sie sucht nach Essen und durchwühlt den Müll. Wir bleiben stehen und nutzen den Moment um mit dem Licht zu spielen.

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Hoi An. Die Tage in Hoi An gehen viel zu schnell vorbei. Gestern noch in einer Bar mit anderen Couchsurfern gesessen, müssen wir bald schon Lebewohl sagen. Wir verlängern unseren Aufenthalt ein wenig, aber langsam neigt sich die Reise dem Ende.

Hoi An war der Höhepunkt. Mit den Hähnen, die morgens um die Wette krähten. Mit unserem süßen Philipinofreund, dem wir Deutsch bei bringen. Mit unserem lustigen Couchsurfer und seinen Insidertipps. Mit der Wärme und dem Roller fahren. Mit den maßgeschneiderten Sachen, die viel zu schnell wieder kaputt gegangen sind. Mit dem riesigen Markt am Ufer. Das Ufer, dass über getreten ist, so dass zwei Straßen überschwemmt waren. Mit den entspannten Vietnamesen, die dann eben alles in den zweiten Stock tragen. Mit, nein oft ohne Strom und Wasser.

Hoi An, ich mag dich.

I like Hoi An

 

Weitere Impressionen aus Teneriffa

Tenerife IMGP1501 those waves Wanderlust taking photos of the sky those waves were amazing Flying away. Antje, be careful!

Wandern. Warm. Kalt. Windig. Windstill. Mit dem Wind spielen. Salzig. Wellen beobachten. Riesige, meterhohe, gigantische Wellen. Ziehende Wolken. Weiß und Blau. Kaputte Kamera. Auf der Mauer laufen. In die Ferne schauen. Katzen und Vögel beobachten. Steile Hänge. Gestein. Wasserfall. Wandern. Schweigen und Nachdenken. Lachen und Singen. Glücklich sein. Ruhe.

 

Our Vietnam – Sapa

Landschaft II

Vom Meer geht’s in die entgegengesetzte Richtung nach Sapa. Sapa, ein kleines Dörflein in den Bergen, inzwischen sehr touristisch. Als wir da ankommen, verstehe ich wieso. Eine unglaublich schöne Landschaft breitet sich vor uns aus. Zahlreiche Reisfelder und kleine Wege, die durch diese führen.

Reisfelderlandschaft Spinnennetze Mann

In unserem Hotel gibt es zu meinem Glück eine Badewanne. Ich lege mich in den Schaum und singe, um mich von der Fahrt hier her zu erholen. Wir sind zum ersten Mal Nachtbus gefahren. Jeder liegt auf einer Liege mit Polsterkissen und dünner Decke zum zudecken. Ich bin zu groß für diese Liegen und muss deswegen meine Füße in ein kleines Fach zwängen. Doch das ist nicht der Grund warum ich die komplette Nacht nicht schlafen kann. Gerade bei meiner Liege ist der Anschnaller kaputt und ich verspüre Gefühle, die der Todesangst ähneln. Denn der Weg hat Kurven, viele extreme Kurven. Den Busfahrer scheint dies nicht zu kümmern. Ich halte mich die ganze Zeit an einer kleinen Halterung fest um ja nicht runter zu fliegen. Ich habe Angst, mir ist von der Klimaanlage total kalt. Als wäre das nicht genug, regnet es noch in Strömen. Ein Loch in der Buswand, direkt über meinem Kopf, hält mich des weiteren vom Schlafen ab. Egal wie ich mich lege, ich bekomme das Wasser ab. Laura schläft seelenruhig und ich beobachte die digitalen Uhr, wie sie von 20.00 auf 02.00 und auf 04.00 springt. Ich bin froh, als es endlich hell wird und wir ankommen.

Doch außer das Bad gibt es keine Verschnaufpause. Weiter geht’s, wir wollen Wandern. Wir sind eine kleine Gruppe von 6 Leuten + Einheimischer, der uns führt. 6 km sollten ja nicht viel sein, doch es geht steil hinab und anschließend wieder hoch. Nach diesem Tag schlafe ich wie ein Stein.

IMG_2669Durch Fluss_MG_2059Wasserfall

Es sind nur 3 Tage, aber sie sind anstrengend. Wir wandern und wandern und müssen aufpassen, wo wir hin treten. Man kann nicht so viel sehen von der wunderschönen Landschaft. Es ist schlammig, dann wieder steil, anschließend feucht und wieder schlammig. Laura rutscht mehrere Male aus, die Arme. Ich kann sie nicht halten, wir bekommen zum Glück Hilfe von den Einheimischen, die ohne Probleme durch die Berge laufen. Mit Kind auf dem Rücken.

Minidorf Naturnormal IMG_2579 Reis

Wir laufen durch winzige Dörfer und ich versuche mir vorzustellen wie die Menschen hier leben. Sie führen ein sehr einfaches Leben, doch viel mehr in Einklang mit Tier und Natur. Hühner, Hunde, Rinder und Katzen durchqueren immer wieder unseren Weg.

Handarbeit Hund schläft Dorfszenerie Tiere überall _MG_2329Laura

Es gibt viele Kinder, die auf der Straße Klein Kram verkaufen. Sie tun mir leid, dass sie nicht in die Schule gehen können, sondern zum Verkaufen geschickt werden. Es sind dutzende, die immer wieder im gleichen Singsang ihre englischen Sätze runter rattern („buy one for meee!“)

Kinder verkaufen Kleinkram

Überhaupt sind viele Kinder unterwegs, sie spielen auf den Straßen und im Wasser mit Dingen, die die Natur ihnen gibt, ich muss an meine Kindheit zurück denken, als ich auf der Wiese neben unserem Haus mir Geschichten und Spiele mit Nachbarskinder ausgedacht habe und wir so durch das hohe Gras rannten und auf den Baum kletterten.

Straßenkind Spielende KinderKinder, die im Wasser spielenDrahtbrücke Tal Hallo

Die letzte Nacht verbringen wir bei einer traditionellen Familie, ein sogenanntes „homestay“. Wir Touristen werden unterm Dach in einem Matratzenlager einquartiert. Wir können im Liegen aus einem kleinen Fenster ohne Scheibe in den blauen Himmel schauen. Wir sind total geschafft vom vielen laufen, uns ist total warm und die Füße schmerzen. Doch es fühlt sich gut an. Hier zu liegen unter den Moskitonetzen mit ausgestreckten Beinen und heißem Kopf. Wir trinken selbstgemachten Reiswein, bekommen Crêpes am morgen serviert, laufen wieder viele viele Kilometer in verschiedenen Höhen und kaufen dann doch das ein oder andere Souvenir. Die Berge faszinieren mich immer. Egal ob beim Ski fahren in den Alpen oder jetzt hier in Vietnam. die drei Tage sind anstrengend und ich freu mich, dass es weiter geht. Aber ich werde diese vielen schönen Bilder aus der kurzen Zeit in den Bergen Vietnams nicht vergessen. Es war toll!

P.S Viele Fotos hat Laura gemacht, da sie mehr Muse hatte beim Wandern Fotos zu machen. danke Laura, dass ich sie hier bei jedem Post über Vietnam verwenden kann!

Our Vietnam – Hà Nội

Das Flugzeug bringt uns schnell nach Hanoi. Die Sonne scheint und wir sind vollkommen von den Socken. Wir essen eine für Hanoi typische Pho (Brühe mit frischen Kräutern), jedoch ohne Bo (Rind). Es ist wieder sehr laut, durch die vielen Rollerfahrer und diversen Straßenarbeiter, aber wir genießen es diesmal und beobachten stumm das wilde Treiben.

Pho Bo in der Morgenssonne Leben in Hanoi Just this

Wir beziehen unser Hostelzimmer und fangen an durch die bunten Straßen zu laufen. Wir treffen andere Touristen und entschließen uns kurzerhand dazu mit einem Niederländer zusammen ein ultrasüßes Dessert mit Kokosmilchpaste und Bohnen zu essen, währenddessen Laura’s Schuhe repariert werden. Wir schlendern anschließend also zu dritt weiter durch die Straßen bis zum Hoan Kiem See.

Mein Respekt vor diese Tragekunst You... Hanoi, welcome! Weiterhin Sport

Inzwischen hat es angefangen zu dämmern und die Vietnamesen fangen an wie wild Sport am See zu machen. Wir sind vollkommen beeindruckt von dem regen Treiben am Wasser. Egal ob Kind oder Senior, jede Altersstufe ist hier vertreten und man hat das Gefühl, als findet jeder ganz natürlich seinen Platz zum verweilen, zum beobachten, zum Sport machen oder zum unterhalten.

Straßenleben Lake Abendlicher Sport

Die Tage enden hier meist viel früher für uns, was aber nicht stören würde, wenn man am nächsten Tag nicht mit Bauchschmerzen aufwachen würde. Denn genau so ist es dann. Ich fühle mich total schlapp, muss ständig das stille Örtchen aufsuchen und krümme mich vor Bauchweh. Also muss Laura alleine los die Stadt weiter bekunden. Ich liege im Bett, habe zum Glück eine Klimaanlage und ärgere mich über meinen sensiblen Bauch. Eigentlich wollten wir sehr bald weiter nach Halong Bay und in die Berge, aus dem Plan wird jetzt natürlich nichts mehr.

Wie von Zauberhand geht es mir jedoch am nächsten Tag fast wieder so, als sei nichts gewesen, so dass ich mich wieder raus wage, wieder was anderes esse außer Reis und wir das Museum für schöne Künste und den Tempel der Literatur besuchen.

Museum Laurii Tempel Glücklich am See Hochzeichtsfotos

Wir fahren Rollertaxi, testen eine Rikscha und buchen abends die weitere Reise bei einem ziemlich lustigen Vietnamesen, der so ein ulkiges Englisch (wie ein Roboter) spricht, dass uns die Tränen vor Lachen kommen. Hanoi ist lebendig, Hanoi ist wild und betörend und zwar wissen wir es jetzt noch nicht, aber wir werden noch weitere Tage in dieser interessanten Stadt verbringen.

Rollertaxi Huttragend Who is that?!

So schnell konnte ich gar nicht gucken, da verwandelte ich mich schon in eine Vietnamesin. Schwupp so schnell wie die Verwandlung gekommen ist, verschwand sie auch schon wieder und wir konnten unsere weitere Reise antreten.

Nächster Stopp: Halong Bay!!!

P.S: Hier sind die Beiträge unserer bisherigen Reise.