Our Vietnam – Hội An

driving to Hoi An Green beauty Hoi An

 

Hoi An. Wir schlafen bei einem Schweizer Couchsurfer. Er zeigt uns wo wir einen Roller ausleihen können und es ist das Beste was wir machen können. Es ist unglaublich warm in dieser Gegend von Vietnam. Der Fahrtwind tut gut und wir fahren ans Meer. Wir finden die Stelle nicht, wo wir hin sollen. Aber das macht nichts, denn so haben wir den Strand ganz für uns allein. Da wir so spontan gefahren sind, haben wir keine Badesachen mit. Deswegen müssen wir in Unterhose ins Meer springen.

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Hoi An. Die Stadt zum shoppen. Ein Kleidergeschäft am anderen. Hunderte von Schuhläden. Schuhe in allen Farben und Formen stehen im Spiegelregal, die Verkäuferinnen wollen dich nicht gehen lassen. Sie wollen dir gerne etwas Maßschneidern, auch die Schuhe. wir können auswählen zwischen der Farbe und des Materials. Wir können uns das kaum vorstellen und sind von der Masse überwältigt. Leider nicht lange, denn nach Hoi An sind unsere Geldbeutel eindeutig kleiner.

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Hoi An. Eine Frau schreit über den Markt und handelt. Am Meer sitzt ein Mann, ganz ruhig und flickt sein Netz. Eine junge Familie läuft über die noch nicht geschälten Reiskörner und strahlt uns an. Das ist Leben. Das sind die Momente, die man zu schnell vergisst.

_MG_2881 _MG_2914 enjoying life with cold coffee

 

Hoi An. Wir sitzen auf einem kleinen Balkon und können auf das Wasser starren. Es gibt den leckersten kalten Kaffee, den wir finden können. Laura lacht. Ich freue mich hier zu sein mit ihr. Ich kann mir in dem Moment keine bessere Reisepartnerin vorstellen.

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Hoi An. Es ist ruhig geworden auf den Straßen. Die Sonne längst unter gegangen, tänzeln wir lachend durch die Straße. An einer Ecke sehen wir im Licht der Straßenlaterne eine dicke Ratte. Sie sucht nach Essen und durchwühlt den Müll. Wir bleiben stehen und nutzen den Moment um mit dem Licht zu spielen.

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Hoi An. Die Tage in Hoi An gehen viel zu schnell vorbei. Gestern noch in einer Bar mit anderen Couchsurfern gesessen, müssen wir bald schon Lebewohl sagen. Wir verlängern unseren Aufenthalt ein wenig, aber langsam neigt sich die Reise dem Ende.

Hoi An war der Höhepunkt. Mit den Hähnen, die morgens um die Wette krähten. Mit unserem süßen Philipinofreund, dem wir Deutsch bei bringen. Mit unserem lustigen Couchsurfer und seinen Insidertipps. Mit der Wärme und dem Roller fahren. Mit den maßgeschneiderten Sachen, die viel zu schnell wieder kaputt gegangen sind. Mit dem riesigen Markt am Ufer. Das Ufer, dass über getreten ist, so dass zwei Straßen überschwemmt waren. Mit den entspannten Vietnamesen, die dann eben alles in den zweiten Stock tragen. Mit, nein oft ohne Strom und Wasser.

Hoi An, ich mag dich.

I like Hoi An

 

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Our Vietnam – Hà Nội

Das Flugzeug bringt uns schnell nach Hanoi. Die Sonne scheint und wir sind vollkommen von den Socken. Wir essen eine für Hanoi typische Pho (Brühe mit frischen Kräutern), jedoch ohne Bo (Rind). Es ist wieder sehr laut, durch die vielen Rollerfahrer und diversen Straßenarbeiter, aber wir genießen es diesmal und beobachten stumm das wilde Treiben.

Pho Bo in der Morgenssonne Leben in Hanoi Just this

Wir beziehen unser Hostelzimmer und fangen an durch die bunten Straßen zu laufen. Wir treffen andere Touristen und entschließen uns kurzerhand dazu mit einem Niederländer zusammen ein ultrasüßes Dessert mit Kokosmilchpaste und Bohnen zu essen, währenddessen Laura’s Schuhe repariert werden. Wir schlendern anschließend also zu dritt weiter durch die Straßen bis zum Hoan Kiem See.

Mein Respekt vor diese Tragekunst You... Hanoi, welcome! Weiterhin Sport

Inzwischen hat es angefangen zu dämmern und die Vietnamesen fangen an wie wild Sport am See zu machen. Wir sind vollkommen beeindruckt von dem regen Treiben am Wasser. Egal ob Kind oder Senior, jede Altersstufe ist hier vertreten und man hat das Gefühl, als findet jeder ganz natürlich seinen Platz zum verweilen, zum beobachten, zum Sport machen oder zum unterhalten.

Straßenleben Lake Abendlicher Sport

Die Tage enden hier meist viel früher für uns, was aber nicht stören würde, wenn man am nächsten Tag nicht mit Bauchschmerzen aufwachen würde. Denn genau so ist es dann. Ich fühle mich total schlapp, muss ständig das stille Örtchen aufsuchen und krümme mich vor Bauchweh. Also muss Laura alleine los die Stadt weiter bekunden. Ich liege im Bett, habe zum Glück eine Klimaanlage und ärgere mich über meinen sensiblen Bauch. Eigentlich wollten wir sehr bald weiter nach Halong Bay und in die Berge, aus dem Plan wird jetzt natürlich nichts mehr.

Wie von Zauberhand geht es mir jedoch am nächsten Tag fast wieder so, als sei nichts gewesen, so dass ich mich wieder raus wage, wieder was anderes esse außer Reis und wir das Museum für schöne Künste und den Tempel der Literatur besuchen.

Museum Laurii Tempel Glücklich am See Hochzeichtsfotos

Wir fahren Rollertaxi, testen eine Rikscha und buchen abends die weitere Reise bei einem ziemlich lustigen Vietnamesen, der so ein ulkiges Englisch (wie ein Roboter) spricht, dass uns die Tränen vor Lachen kommen. Hanoi ist lebendig, Hanoi ist wild und betörend und zwar wissen wir es jetzt noch nicht, aber wir werden noch weitere Tage in dieser interessanten Stadt verbringen.

Rollertaxi Huttragend Who is that?!

So schnell konnte ich gar nicht gucken, da verwandelte ich mich schon in eine Vietnamesin. Schwupp so schnell wie die Verwandlung gekommen ist, verschwand sie auch schon wieder und wir konnten unsere weitere Reise antreten.

Nächster Stopp: Halong Bay!!!

P.S: Hier sind die Beiträge unserer bisherigen Reise.

Die schöne Melancholie

Dieses Video, dieser Text – gestern durch Zufall wieder entdeckt durch die Serie „Girls“, die ich neu angefangen habe zu schauen. Seit dem könnte ich mir das Lied immer und immer wieder anhören.

Mein Leben ist gerade so schön. Ich darf noch länger im Geburtshaus arbeiten, werde bald eine große Reise mit meiner Freundin Laura machen, habe viel Zeit und treffe viele Leute, lerne alte Freunde wieder neu kennen und sie bereichern mein Leben so ungemein und trotzdem schwingt eine kleine Melancholie seit einigen Tagen mit. Ich bin mir nicht so sicher woher sie kommt und wann sie wieder geht. Ich genieße sie. Finde es gerade schöner allein als zu zweit zu sein, denn nur dann kann ich der Melancholie richtig Platz geben. Sie weitet sich aus, ich fühle es im Bauch und wenn ich dann wieder unter Leuten bin, unter lieben wunderbaren Menschen, verschwindet sie. Kriecht in mein Bett und wartet da auf mich. Die Melancholie.

Eigentlich ist es für mich nicht schwer zu erkennen, dass dieses Gefühl der Traurigkeit daher rügt, dass ein geliebter Mensch nun nicht mehr in meinem Leben ist. Aber bestimmte Menschen werde ich immer in meinem Herzen mit mir tragen – mein Leben lang. Ob sie nun im Himmel (oder wo auch immer sind), ob man nun getrennte Leben geht (wie in meinem Fall) oder ob es einen anderen Grund gibt.

So versuche ich die Melancholie zu genießen, mich auch an ihr zu bereichern und ihr den nötigen Raum zu geben, damit sie dann irgendwann wieder ruhig und leise die Tür hinter sich schließen kann und ich weiß, nun ist sie weg. Nun öffnet sich eine neue Tür.

Oh da fällt mir ein, dieses Lied hier, passt noch viel besser (wundervoller Text):

Trau dich und mach mehr Fotos

Die Angst überwinden und fremde Menschen auf der Straße fotografieren (und andere kuriose Dinge). Klappt immer besser, wenn man zu zweit ist. Mit zwei Kameras. Ja und wenn man ein Telezoomobjektiv parat hat und wenn ein so schöner Herbsttag wie vor einigen Tagen ist. Et voilà Bilderflut:

Photo by Antje

Photo by Antje

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Kroatien Teil 1 – Menschenmassen

Nun bin ich wieder da, zurück von dem 16tägigen Trip nach Kroatien. Mal wieder viele neue Eindrücke, Geschichten und Bilder und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Diesmal werde ich meinen kleinen Reisebericht ein wenig stückeln und meine erste Serie handelt von Menschen. Also wildfremden Menschen, Menschen auf der Straße, Kinder beim Spielen, Schnappschüsse, die nebenbei entstehen und Aufnahmen aus einem Moment eines Lebens, welches ich niemals kennen lerne werde. Jedoch beobachte ich gerne die Menschen in fremden Städten, fremden Ländern. Wer tut das nicht? Gerade in Split gab es eine Touristenmasse, die nicht mehr so schön war, aber was erwartet man anderes im Hochsommer!? Wer hatten sowieso genug Zeit dafür, daher nun die ersten Fotos aus Kroatien, Split, Trogir, von einer kleinen Insel und Stobreč. Zum vergrößern auf die Fotos klicken: