Probehalbjahr geschafft!

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Wir haben das Probehalbjahr geschafft!! Für uns Hebammenschülerinnen wieder ein Grund ein gemeinsames Frühstück zu organisieren und dies zu zelebrieren. Schließlich bekam sogar jeder von uns eine Blume und ein kleines Zeugnis. Anschließend ging es in den wohlverdienten Urlaub.

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Ich laufe durch die Straßen, mache Besorgungen, die ich immer aufgeschoben habe. Lächle jeden an, der mir über den Weg läuft. Spreche mit mehr Menschen als sonst und überlege zu Hause was ich machen soll. Soll ich jetzt den angefangenen Schal weiter stricken? Soll ich die Badwand streichen? Immerhin habe ich so eben Farbe gekauft. Soll ich den Apfelkuchen backen, der eigentlich für die Klasse vorgesehen war, ich es zeitlich nur nicht mehr geschafft habe? Soll ich die viele Fotos sortieren und bearbeiten?

Wann hatte ich das zuletzt? Gefühlt schon ewig her. Nur aus Dinge wählen, die einem wirklich Spaß machen. Okay, ich muss sagen dafür blende ich auch einige unschöne Dinge meiner To-do Liste aus.

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Ich schlafe bis mittags und während ich diesen Post schreibe bin ich immer noch im Schlafanzug.

Aber ich habe es mir verdient.
Probehalbjahr geschafft. Urlaub. Alle Klausuren zufriedenstellend geschrieben.

Ich hab frei.

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Die Freude am Helfen

stolze Hebammenschülerin

Nun bin ich schon seit einigen Tagen auf der Wöchnerinnenstation in meiner unglaublich schweren und warmen Kleidung. Nach den 8h arbeiten, qualmen und schmerzen die Füße und ich bin nach der Arbeit erst einmal zu nichts gebrauchen. Es macht schon ganz schön fertig. Auch das frühe Aufstehen um halb fünf.

Doch  dann ist da die Frau, der ich ein wenig helfe nicht mehr so unsicher und hibbelig zu sein und ihr den Umgang mit Ihrem Kind näher bringe. Der Vater, der noch nie ein Kind gewickelt hat und dem ich gelenkschonendes Wickeln und die Nabelpflege erkläre und er mich voller Stolz anstrahlt, als er sein Kind ganz allein aus- und angezogen hat. Da ist die Frau nach dem Kaiserschnitt, die sich riesig freut, dass ich ihr das Essen ans Bett bringe – natürlich nicht ohne sie vorher nach ihren Essenswünschen gefragt zu haben. Da ist eine andere Frau, der ich das Anlegen an der Brust korrigieren kann, so dass es ihr nicht mehr weh tut, wenn sie ihr Kind stillt. Da ist das Neugeborene, dass ich die Arme sanft fest halte, dass es sich ein wenig beruhig bei der Untersuchung. Alle sind immer unglaublich dankbar und froh und ich freue mich so sehr, dass ich wieder einmal einem Menschen helfen konnte.

Auch wenn ich nicht im Geburtshaus bin, ich liebe meine Ausbildung. Ich liebe den Beruf!

Fazit nach drei Wochen Hebammenschule

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Heute sollte jeder mal erzählen, wie er sich fühlt nach drei Wochen Schule. Wir mussten es kurz fassen. Mir fiel das schwer. Ich bin so dankbar, kann es nicht oft genug sagen. Es tut so gut in die Schule zu gehen. Zwar bin ich nach dem Schultag immer fix und fertig und zu nicht mehr viel zu gebrauchen, aber ich gewöhne mich langsam daran. Die letzten zwei Tage war ich ziemlich krank und ich ärgerte mich so, dass ich nicht in die Schule gehen konnte. Doch nun steht ein langes Wochenende vor der Tür und ich kann endlich mal alles etwas nach arbeiten. Hebammenschule, du bist so wunderbar.

Fotografie – I love you!

Meine Kamera ist wieder heile. Ich freu mich wie ein kleines Kind als ich sie von der Reparatur abhole. Bin voller Motivation Fotos zu machen, will am besten allen Shootinganfragen zusagen, die ich zurzeit habe. Doch ich stoppe meine Impulsivität. Ich muss jetzt die Bachelorarbeit schreiben. Ich muss mein Studium fertig schaffen. In drei Wochen beginnt schon die Ausbildung zur Hebamme. Zwar darf ich überschneiden mit Studium und Ausbildung, aber die Zeit hängt mir trotzdem im Nacken. 

Ich treffe einen Freund. Einen kurzen Moment die Kamera heraus geholt und Fotos von Tobi gemacht um ein wenig den Durst nach Fotografieren zu stillen…

Tobi Waschbär Bear Tobi II

Auszeit an den Wochenenden

feel the snow under your feets

 

Der Schnee ist geschmolzen und ich kann es riechen. Jeden Tag fühle und rieche ich den Frühling. Mein Bauch fängt an zu kribbeln, ich lächle ohne Grund und halte mein Gesicht in die Sonne. Diese Momente sind der perfekte Ausgleich für mein sonst gerade sehr gestresstes Leben. In genau 50 Tagen darf ich ihn erleben, meinen Traum. Den Traum, den ich endlich realisieren kann, auch wenn es wohl erst einmal eine sehr harte Zeit sein wird. Die Ausbildung zur Hebamme. Ich kann mein Glück immer noch nicht glauben, es fühlt sich zu gut um wahr zu sein an, als ich den Vertrag in den Händen halte.

Doch vorher muss und will ich meine Bachelorarbeit geschrieben haben. Viele viele Seiten müssen noch geschrieben werden und immer wieder gibt es neue spannende Dinge, womit man sich ablenken kann. So wie auch der Spaziergang mit Laura vorletztes Wochenende.

she is so beautiful, is she? slowly in the snow Glow

Geht es nur mir so oder strahlt sie? Ich habe sie inzwischen schon sehr oft fotografiert, aber doch habe ich das Gefühl, dass die Schwangerschaft sie zum strahlen bringt. Aber ist ja auch nicht verwunderlich. Alle schwangeren Frauen sind einfach wunderschön und strahlen um die Wette. Wir laufen durch den Grunewald und genießen die letzte Schneepracht, erzählen uns Geschichten und beobachten Schlittenfahrer, Schneemannbaurer und Langlaufskiläufer. Ich fühle mich als wäre ich in den Bergen und wäre grad selbst Ski gefahren. Also was muss nach dem anstrengenden Skitag her? Genau. Ein reisen Pott voll Spaghetti.

eating a spaghetti after our winter walk Spaghetti together, how sweet

Marisa, ihr Freund Julian, Laura und ich sitzen zusammen, essen leckere Spaghetti mit Unmengen an Sauce bis wir uns die Bäuche halten müssen und spielen mal wieder Karten bis es Mitternacht ist. Das Wochenende geht schon wieder viel zu schnell rum und während ich unter der Woche in der Bibliothek sitze, sehne ich mir schon das nächste Wochenende dabei. Sebastian aus Barcelona besucht mich.

We catch the sun

Ich zeige ihm das Tempelhofer Feld. Wir müssen uns beeilen, damit wir die Sonne noch erwischen. Also rasen wir durch die Stadt. Vom Prenzlauer Berg durch Mitte, über Kreuzberg und Neukölln zum Feld. Gerade noch rechtzeitig bevor die Sonne unter geht.

finally we arrived Yeah, you can do it!

Das Wochenende ist toll. Lena ist von ihrem Auslandssemester wieder da, sowie Martin. Wir sitzen mal wieder in der WG, Moritz und ich schmieren Schnittchen, ich brachte einen Kuchen mit und wir hören gespannt den Reisegeschichten aus Südamerika zu. Nach zwei langen Abenden sind Sebastian und ich sehr müde und ein wenig faul. Wir sitzen auf dem Bett, hören laut Musik, singen und erzählen uns lustige oder ernste Geschichten auf englisch und deutsch. Er versucht mir spanisch beizubringen. Me llamo Sarina.

red something smiling like sunshine red atmosphere

Der letzte Tag des Wochenende verbringe ich mit „babywearing„. Ich bin babysitten und trage das schlafende Baby umher. Die Sonne lacht mir wieder entgegen und ich freue mich über diesen Moment.

Nun ist wieder Montag und ich muss wieder was für die Bachelorarbeit machen, sonst schaffe ich es nicht.

Working for my bachelor degree

Aber ich weiß wie ich meine Motivation ankurbeln kann. Mit Sonne. Mit einem Ortswechsel. Von daher geht es in wenigen Tagen für eine Woche nach Teneriffa. Antje besuchen. Ich freu mich riesig.