Erster Tag in Vietnam – Ho Chi Minh City

Regenzeit in Vietnam

Kurz bevor wir los wollen in das bunte Treiben, fängt es an zu regnen. Ich bin ein bisschen erleichtert, denn ich habe Angst auf die Straßen zu gehen.  Alles erscheint so hektisch und schnell. Wir setzen uns auf den Balkon und halten unsere Füße ins kühle Nass. Die Regentropfen erfrischen. Es ist sehr stickig und warm. Das Thermometer zeigt meist irgendetwas bei 30 Grad, aber die Luftfeuchtigkeit ist kaum auszuhalten.

Der Regen erfrischt

Der Regen hört auf, ich denke nicht mehr viel darüber nach und gehe aus der Haustür. Es ist nur eine große Stadt, Berlin ist auch groß, denke ich mir.

Auf der Straße gibt es kaum Bürgersteige. Oft müssen wir auf der Straße laufen. Uns wurde gesagt, wenn wir die Straße überqueren wollen, sollten wir langsam laufen. Schnell gewöhnen wir uns das Langsam-laufen an, aber auch weil man über all schauen muss wo man hin tritt. Mein Herz klopft. Ich bin aufgeregt. Was ist, wenn die Rollerfahrer uns doch übersehen? Ich halte meinen Arm hoch, als wir über die Straße gehen. Eigentlich wollte ich noch schnell nach Lauras Hand greifen, aber sie ist ein Schritt schneller, so dass ich sie nicht mehr erwische.
„Langsam, langsam Sarina!“, ermahne ich mich. Die erste Kreuzung ist überstanden. Auch die Nächsten klappen gut. Es geht, man glaubt es kaum.

Kreisverkehr in Saigon

Würde man in Deutschland einfach langsam über ne Straße mit fahrenden Autos laufen, ich weiß nicht, was passieren würde.

Wir suchen einen Park. Zum ausruhen. Die Lautstärke, die vielen Eindrücke machen uns zu schaffen. Im Park spielen zwei kleine Kinder mit Styropor. Sie sind allein. Die Mutter verkauft wahrscheinlich Essen an einer Straße. Auch das ist sehr üblich hier.

Nach einem leckeren Essen in einem ungemütlichem Restaurant mit viel zu vielen Kellnern, fahren wir nach Hause. Ich frage mich, was ich hier eigentlich will? Die Stadt saugt mich auf mit ihren bunten Lichtern und Geräusche. Meine Sinne wollen zur Ruhe kommen, können aber nicht. Ich freue mich auf Mekong Delta, eine Flusslandschaft. Da fahren wir die nächsten Tage hin.

Schöne Lichter Buntes Treiben

Aber ich freue mich auch über meinen Mut, der heute schon größer ist, als gestern. Langsam gewöhnen wir uns an diese furchtbar interessante Stadt.

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3 Kommentare zu „Erster Tag in Vietnam – Ho Chi Minh City

  1. Danke für die ersten Fotoeindrücke und deine Gefühle, die du mitteilst. So viel werden wir wohl die nächste Zeit nicht mitkriegen von eurer Reise. Aber nur weiterhin Mut – es wird immer besser! Bestimmt! HDGDL Mom

  2. klingt echt interessant. und das erste bild… diese qualität! Haut mich um. ich freue mich schon so so so so so so drauf mit dir fotos zu machen.
    KOMM NACH AUSTRALIEN.
    viel spaß noch und blogg bitte ganz oft :*

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