Kroatien Teil 2 – Wildcampen auf einer kleinen Insel

Erster Tag und wir wussten nicht wo wir schlafen sollten. Natürlich. Wir hatten ja auch nichts geplant.

Zumindest hatten wir diesmal ein Zelt dabei.

Erst einmal warteten wir auf die Fähre, da wir es ratsamer fanden auf eine kleine Insel zu fahren um dort nach einem Schlafplatz zu suchen, als in einer Stadt voll mit Touristen, wie es in Trogir der Fall war, zu bleiben. Trogir ist schön, keine Frage und ich finds schade, dass wir nicht noch mehr Zeit dort verbracht haben, aber für’s Wildcampen braucht man dann ja doch etwas mehr Einsamkeit.

Die nächste Fähre fuhr jedoch erst abends gegen halb neun und die Fahrt dauerte auch 1-2 Stunden, weswegen wir letztlich erst im Dunkeln ankamen. Gut, dass Simon an eine Taschenlampe gedacht hat, sonst wären wir echt aufgeschmissen gewesen.

Wir kamen in einem winzigen Dorf an und nahmen den ersten Weg, der uns am besten gefiel um in die Wildnis zu kommen. Der führte jedoch nur in eine Sackgasse, wo wir nicht weiter kamen. Nächste Intuition war das besser, sodass wir einen kleinen Berg raus aus dem Dorf liefen und einen kleinen Platz zwischen Nadelbäumen, vertrockneten Weinhängen und Steinen fanden, wo wir schnell unser Zelt aufstellten.

Und was habe ich gelernt aus dem Leben? Wenn du spät abends im Zelt bist und glücklich, dass du endlich liegen darfst, dann kannst du (noch besser haha) konstruktiv streiten. Ja Simon und ich hatten einen Streit, gleich am ersten Tag (ich hörte, ist ganz typisch für Beziehungen), den wir aber durch gute Gespräche im Zelt super lösen konnten, also so richtig lösen und letztlich konnten wir Arm in Arm einschlafen (hätte ich da gewusst, was das für eine spannende und wundervolle Zeit mit Simon im Urlaub wird, hätte ich vielleicht keine Tränchen vergießen müssen).

Nächsten Tag holten wir uns schnell was Kleines zum Frühstück und suchten einen schattiges Plätzchen, verständlich bei 39 grad oder? Danach gings dann schnur stracks zum Meer. Uns wurde gesagt, man kann viel viel besser auf der anderen Seite der Insel baden, da diese Insel sehr klein war, sollte es nicht mehr als 1 km sein.

Ja haha.

Da liefen wir gefühlte Stunde mit zwei Koffern und einem Backpacker Rucksack durch die pralle Sonne, quer durch die Wildnis nur geleitet durch ein kleinen Trampelpfad, der aber des öfteren kleine Abzweigungen hatte. Irgendwann sah man in der Ferne da unten das Wasser. Jaaa das Wasser, aber oh je so weit weg. Ich schwitze, Simon schwitze.

Was soll ich sagen? Mit verzogenem Gesicht machten wir uns aber an die letzten Minuten. Natürlich drehten wir jetzt nicht mehr um. Dann, das war der pure Luxus, als wir endlich unsere Klamotten los werden konnten, um in Wasser zu springen.

Das Wasser war atemberaubend. So erwartet man es in Kroatien. Türkis, glasklar und natürlich voller Seeigel, die aber dank unserer Schuhe natürlich kein Problem waren.

So verbrachten wir einen herrlichen, nein stop, nur einen halben Tag, den es gab so gut wie kein Schatten, weswegen wir nach dem halben Tag dann doch wieder unsere Sachen gepackt haben und den steilen Weg wieder hoch gelaufen sind. Ich mit Koffer auf’m Kopf, weils leichter war.

Aber es hat sich gelohnt. Jedoch wollten wir keine Nacht länger bleiben, da es mit der Versorgung nicht soo pralle war.

Also genossen wir noch ein kühles Getränk …

Nachdem die Sonne langsam Aufwiedersehen sagte, trudelte auch unsere Fähre ein

und brachte uns wieder ans Festland, wo schon die nächsten Abenteuer auf uns warteten…

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2 Kommentare zu „Kroatien Teil 2 – Wildcampen auf einer kleinen Insel

  1. Bei den schönen Bildern denke ich doch gleich an unseren Kroatienurlaub zurück. Das klare Wasse war wirklich der Hammer. Ich wusste gar nicht, dass ihr mit zwei Koffern bewaffnet unterwegs ward. Naja, sicher kommen bald noch mehr Bilder. Vielleicht sehen uns wir ja auch irgendwann bald mal wieder. GlG bis dahin.

  2. Ja, das hoffe ich auch! Vermisse euch schon. Und ja das Wasser ist echt wundervoll….die zwei Urlaube damals waren auch echt toll.

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