Geschichten aus dem Krankenhaus in Weißensee

Geschichten aus dem Krankenhaus in Weißensee
„Herr Dr. Teschner, Sie wissen doch, dass das Mädchen aus der 127 dringend in den OP muss. Ich werde mich um die Visite kümmern.“ -„Alles klar, mit wem operiere ich heute zusammen?“
 
So oder so ähnlich war es wohl auch mal in dem Kinderkrankenhaus, welches Simon und ich gestern per Zufall entdeckten. Wir waren gerade auf dem Weg zum Reiten nach Falkenberg,
ziemlich weit im Osten von Berlin und fuhren an einem kaputten, aber wunderschönen Haus vorbei. Ich tippte auf eine Villa, die mal als Internat funktioniert hatte. Um dem näher auf den Grund gehen zu können, machten wir einen Halt auf dem Rückweg.
Ein Bild, wie es früher auf dem Gelände aussah
Es handelte sich um das Säuglings- und Kinderkrankenhaus Weißensee, welches am 08. Juli 1911 eingeweiht wurde. Diese Einrichtung war die erste und größte in Preussen, denn das besondere an diesem Krankenhaus war das der große Park bei der Therapie der Kinder miteinbezogen wurde, der sich im Laufe der Zeit um das Krankenhaus erstreckte, sowie den eigenen Kuhstall, da man es für wichtig empfand, dass die Kinder frische Milch erhielten. Über die Jahre kamen immer wieder neue Gebäude hinzu, so dass sich verschiedene Architektur-Stile auf dem nicht kleinen Gelände finden lassen. Jedoch wurde das Krankenhaus am 1. Januar 1997 geschlossen und verfällt seitdem Jahr um Jahr immer mehr. 2006 kauften ein paar russische Investoren das Gelände, sie wollten eine ambulante Krebsstation errichten, aber bis heute ist nichts passiert, dass man erahnen kann, dass wohl auch diese Investoren abgesprungen sind.
Geschichten aus dem Krankenhaus in Weißensee
Vom Dachboden bis zum Keller konnte man sich alles ansehen.
 Geschichten aus dem Krankenhaus in Weißensee
 
Verlassene Krankenhausgänge
 

Die Kälte und der Schnee passten perfekt zum Schauspiel

So sieht das Gebäude heute aus.
Geschichten aus dem Krankenhaus in Weißensee 
Gefährlicher Weg zum Keller.
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Überall kaputte Fenster und Türen.

An manchen Stellen kommt die Decke runter.
Nun kann man sich das vom Vandalismus kaputte und vollgesprayte Gebäude aber von näher betrachten, so wie wir es auch getan haben.
Ein klein wenig gruselig war es, gut konnte man sich vorstellen, wie es einmal aussah.
Geschichten aus dem Krankenhaus in Weißensee
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Schnell konnte man sich verlaufen und wir waren froh, dass wir den Ausgang wieder fanden.
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Mein neues Zimmer? Tolle Räume gab es auf jeden Fall.
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Letzte Reste
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Dann doch wieder froh draußen zu sein.
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