Fazit nach drei Wochen Hebammenschule

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Heute sollte jeder mal erzählen, wie er sich fühlt nach drei Wochen Schule. Wir mussten es kurz fassen. Mir fiel das schwer. Ich bin so dankbar, kann es nicht oft genug sagen. Es tut so gut in die Schule zu gehen. Zwar bin ich nach dem Schultag immer fix und fertig und zu nicht mehr viel zu gebrauchen, aber ich gewöhne mich langsam daran. Die letzten zwei Tage war ich ziemlich krank und ich ärgerte mich so, dass ich nicht in die Schule gehen konnte. Doch nun steht ein langes Wochenende vor der Tür und ich kann endlich mal alles etwas nach arbeiten. Hebammenschule, du bist so wunderbar.

…schon wieder ein Umzug?

In ca. zwei Wochen ziehe ich schon wieder um. Ein Ereignis jagt gerade das Nächste. Die Zeit steht nicht still. Die Abstände meiner Aufenthalte in einer Wohnung werden immer kürzer. Ich möchte das ändern. Diesmal möchte ich länger an einem Ort bleiben. Die neue Wohnung ist viel größer, hat ne tolle Lage und bevor wir einziehen, nutzen Laura und ich die Zeit um die Wohnung etwas zu renovieren. Denn wir wollen uns ja wohl fühlen hier. Diese Wohnung wird die erste Wohnung für Laura’s Baby sein. Für Laura’s Familie. Für mich als Hebammenschülerin. Unsere erste Wohnung mit Wohnzimmer UND Kammer. Meine liebe Babysitterfamilie genau über mir, die andere ein paar Häuser weiter. Der Markt am Wasser ein paar Meter entfernt. 7km weg von meiner Hebammenschule. Ich freu mich!

Fleißig Auch kleine fleißige Helfer Tapete lösen in der Küche

Mein Traum. Mein großer großer Traum.

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So lange habe ich darauf hin gefiebert, davon geträumt, Traum wieder verworfen, wieder angefangen von dem Traum zu sprechen. Erst ganz vorsichtig, dann immer lauter, kaum überhörbar mehr.

Ich sitze in einem Kreis mit 20 anderen Hebammenschülerinnen. Es ist nun die pure Realität. Ich werde Hebamme. Zumindest ist das das Ziel in drei Jahren. Ich konnte vor Aufregung nicht schlafen und nun sitze ich da und freue mich so sehr, so sehr, dass ich am liebsten laut los quietschen könnte vor Freude. Ich bin jetzt Hebammenschülerin, kaum zu glauben. Mal sehen was aus der schwierigen Lage für die Hebammen wird, aber ich bin zuversichtlich und irgendwie werde ich meinen Weg gehen, das ist mir ja sowieso klar.

Wir bekommen alle einen kleinen Eindruck von der jeweils anderen und ich frage mich wie wir uns alle entwickeln werden in den drei Jahren. 21 starke tolle Frauen, die alle das Ziel haben Hebamme zu werden. Schwangere betreuen, Kinder auf die Welt begleiten zu dürfen, bei so einem sensiblen und emotionalen Moment dabei sein zu dürfen, was eine Ehre.

Viele sagten mir, dass die Ausbildung kein Zuckerschlecken sein wird. Ich kann es mir vorstellen. Es wird psychisch und physisch sicher manchmal bis an die Grenze getrieben, aber ich freue mich auf diese Herausforderung und ja, ich kann es immer noch nicht glauben. Drei Jahre. Was sind drei Jahre?! Darf ich mich noch einmal kurz vorstellen?

Hebi

Fotografie – I love you!

Meine Kamera ist wieder heile. Ich freu mich wie ein kleines Kind als ich sie von der Reparatur abhole. Bin voller Motivation Fotos zu machen, will am besten allen Shootinganfragen zusagen, die ich zurzeit habe. Doch ich stoppe meine Impulsivität. Ich muss jetzt die Bachelorarbeit schreiben. Ich muss mein Studium fertig schaffen. In drei Wochen beginnt schon die Ausbildung zur Hebamme. Zwar darf ich überschneiden mit Studium und Ausbildung, aber die Zeit hängt mir trotzdem im Nacken. 

Ich treffe einen Freund. Einen kurzen Moment die Kamera heraus geholt und Fotos von Tobi gemacht um ein wenig den Durst nach Fotografieren zu stillen…

Tobi Waschbär Bear Tobi II

Our Vietnam – Hội An

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Hoi An. Wir schlafen bei einem Schweizer Couchsurfer. Er zeigt uns wo wir einen Roller ausleihen können und es ist das Beste was wir machen können. Es ist unglaublich warm in dieser Gegend von Vietnam. Der Fahrtwind tut gut und wir fahren ans Meer. Wir finden die Stelle nicht, wo wir hin sollen. Aber das macht nichts, denn so haben wir den Strand ganz für uns allein. Da wir so spontan gefahren sind, haben wir keine Badesachen mit. Deswegen müssen wir in Unterhose ins Meer springen.

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Hoi An. Die Stadt zum shoppen. Ein Kleidergeschäft am anderen. Hunderte von Schuhläden. Schuhe in allen Farben und Formen stehen im Spiegelregal, die Verkäuferinnen wollen dich nicht gehen lassen. Sie wollen dir gerne etwas Maßschneidern, auch die Schuhe. wir können auswählen zwischen der Farbe und des Materials. Wir können uns das kaum vorstellen und sind von der Masse überwältigt. Leider nicht lange, denn nach Hoi An sind unsere Geldbeutel eindeutig kleiner.

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Hoi An. Eine Frau schreit über den Markt und handelt. Am Meer sitzt ein Mann, ganz ruhig und flickt sein Netz. Eine junge Familie läuft über die noch nicht geschälten Reiskörner und strahlt uns an. Das ist Leben. Das sind die Momente, die man zu schnell vergisst.

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Hoi An. Wir sitzen auf einem kleinen Balkon und können auf das Wasser starren. Es gibt den leckersten kalten Kaffee, den wir finden können. Laura lacht. Ich freue mich hier zu sein mit ihr. Ich kann mir in dem Moment keine bessere Reisepartnerin vorstellen.

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Hoi An. Es ist ruhig geworden auf den Straßen. Die Sonne längst unter gegangen, tänzeln wir lachend durch die Straße. An einer Ecke sehen wir im Licht der Straßenlaterne eine dicke Ratte. Sie sucht nach Essen und durchwühlt den Müll. Wir bleiben stehen und nutzen den Moment um mit dem Licht zu spielen.

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Hoi An. Die Tage in Hoi An gehen viel zu schnell vorbei. Gestern noch in einer Bar mit anderen Couchsurfern gesessen, müssen wir bald schon Lebewohl sagen. Wir verlängern unseren Aufenthalt ein wenig, aber langsam neigt sich die Reise dem Ende.

Hoi An war der Höhepunkt. Mit den Hähnen, die morgens um die Wette krähten. Mit unserem süßen Philipinofreund, dem wir Deutsch bei bringen. Mit unserem lustigen Couchsurfer und seinen Insidertipps. Mit der Wärme und dem Roller fahren. Mit den maßgeschneiderten Sachen, die viel zu schnell wieder kaputt gegangen sind. Mit dem riesigen Markt am Ufer. Das Ufer, dass über getreten ist, so dass zwei Straßen überschwemmt waren. Mit den entspannten Vietnamesen, die dann eben alles in den zweiten Stock tragen. Mit, nein oft ohne Strom und Wasser.

Hoi An, ich mag dich.

I like Hoi An